Insolvenz rechtzeitig beantragen

Jetzt kostenlosen Erstberatungstermin vereinbaren! Tel.: 0341-39296706

Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung

Überschuldung liegt vor, wenn das Vermögen des Schuldners die bestehenden Verbindlichkeiten nicht mehr deckt. Bei der Bewertung des Vermögens des Schuldners ist jedoch die Fortführung des Unternehmens zugrunde zu legen, wenn diese nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich ist.
Der Schuldner ist zahlungsunfähig, wenn er wegen eines wenigstens drei Wochen andauernden Mangels an Zahlungsmitteln außerstande ist, seine eingeforderten und fälligen Zahlungsverpflichtungen zu wenigstens 90 % zu erfüllen.
Drohende Zahlungsunfähigkeit ist gegeben, wenn dies in naher Zukunft zu erwarten ist.

Der Insolvenzantrag ist in beiden Fällen spätestens 3 Wochen nach Eintritt der Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zu stellen.

Der Gesetzeswortlaut ist für beide Fallarten der Insolvenzantragspflicht eindeutig. Sie sollten sich also hier nicht allzuviel Zeit lassen, wenn es soweit ist.

Je früher Sie Insolvenz anmelden, desto mehr Gestaltungsspielraum gewinnen Sie im Verfahren und umgehen dabei auch noch Straftatbestände.

Gläubigerbenachteiligung

Der Abfluss von Aktivmasse oder der Aufbau von Passivmasse verringert die zur Verfügung stehende Insolvenzmasse und benachteiligt somit die Gesamtheit der Gläubiger. Der Insolvenzverwalter hat die Möglichkeit, Rechtsgeschäfte aus der Vergangenheit anzufechten, sofern diese Rechtsgeschäfte zu einer Benachteiligung von Gläubigern geführt haben.

 

Der Insolvenzverwalter wird die in der Vergangenheit getätigten Überweisungen und deren zugrundeliegende Verträge oder Aufträge sorgfältig auf Anfechtungstatbestände hin überprüfen. Dies gilt vor allem in der 3-Monatsfrist vor Antragstellung, da man hier dem verantwortlichen Geschäftsführer unterstellt, daß er Kenntnis über eine mögliche Insolvenz haben konnte.

Aber keine Sorge, sämtliche anfechtbaren Rechtsgeschäfte sind regelmäßig mit dem Insolvenzverwalter einvernehmlich zu regeln.

Haftungsvermeidung

Eine der wichtigsten Aufgaben eines betroffenen Geschäftsführers oder Gesellschafters ist es, die im Insolvenzrecht verankerten Haftungstatbestände zu kennen und sich bestmöglich gegen eine Inanspruchnahme vorzubereiten.

Auf Basis der Gesetzgebung und Ihrer persönlichen "Einbindung" muss zunächst analysiert werden, wo genau Anfechtungs- und Haftungstatbestände vorliegen. Diese Analyse sollte gewissenhaft vorgenommen werden, da sie über Ihre finanzielle Zukunft mitentscheidet.

Wenn sämtliche relevanten Vorgänge aufgelistet sind, muss für jeden einzelnen Vorgang eine Strategie entwickelt werden, die es dem Insolvenzverwalter schwer macht, diesen Vorgang anzufechten.

Zu berücksichtigen ist auch, daß ein Anfechtungsprozess regelmäßig durch den Gläubigerauschuss befürwortet werden muss, da diese Kosten zu Lasten der Masse gehen.

Selbst offensichtlich anfechtbare Sachverhalte, können so erfolgreich "entschärft" werden.

Fremdgeführte Insolvenz

Sollten Sie als Geschäftsführer mehrere Unternehmen leiten, wird die Beantragung einer Insolvenz für eine Gesellschaft zwangsläufig die Bonität der anderen Gesellschaften beeinträchtigen. Die öffentliche Bekanntmachung, daß Sie für ein Unternehmen Insolvenz beantragt haben, gelangt auch der Creditreform und den Kreditversicherern zur Kenntnis. Diese werden daraufhin Ihr Ranking für die verbleibenden Unternehmen heruntersetzen. Weiterhin werden Sie sich Fragen von Ihren Kunden und Lieferanten gefallen lassen müssen.

 

In diesen Sonderfällen ist es durchaus legitim, sein Unternehmen durch einen fremden Dritten in Insolvenz führen zu lassen. Sprechen Sie mich bei Bedarf an.

Jetzt kostenlosen Erstberatungstermin vereinbaren! Tel.: 0341-39296706